Jede Börse versteht sich als einen organisierten Markt, der nach bestimmten Regeln den Handel mit Wertpapieren, Waren oder Rechten ermöglicht. Ein Makler setzt Preise, so genannte Kurse, aus Angebot und Nachfrage fest. Es gibt Warenbörsen von zum Beispiel landwirtschaftlichen Erzeugnissen oder Edelmetallen, Terminbörsen, Wertpapierbörsen und Devisenbörsen. Der Begriff „Börse“ bezieht sich umgangssprachlich in erster Linie aber auf die Wertpapierbörsen, also den Handel mit Aktien, Anleihen und anderen Wertpapieren.
Die Börse – für viele Broker und auch Kleinanleger ein Stoff, aus dem die Träume sind – ist in Deutschland wochentags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die Frankfurter Wertpapierbörse ist dabei eine der größten Börsen der Welt und gehört zur Deutsche Börse AG. Als Software nutzt die Börse in Frankfurt das Handelssystem Xetra, das von der Deutsche Börse AG stammt und für den Kassamarkt verwendet wird. Weltweit kann man sich mit Hilfe eines Clients über das Internet damit verbinden. Wichtig ist, dass die Software rund um die Uhr verfügbar ist und eine hohe Marktaktivität aufweist.
Mehr als 80 Prozent des deutschen Aktienhandels laufen heute über das Xetra-Handelssystem. Auf der Grundlage der in Xetra festgelegten Preise wird der bekannte deutsche Aktienindex DAX berechnet. Da es bei Xetra ein hohes Angebot und eine hohe Nachfrage gibt, wird der Wertpapierorder schneller und zu besseren Preisen ausgeführt, als es an anderen Handelsplätzen der Fall ist. Um die Schnelligkeit zu unterstützen, gibt es Liquiditätsversorger, die ständig verbindliche An- und Verkaufspreise in den Markt einstellen. Zudem können bei Xetra Teilausführungen von Aufträgen vorgenommen werden, wie es dagegen an den gängigen Präsenzbörsen nicht der Fall ist. Die Kurse lassen sich so weltweit verfolgen und es hat jeder Zugang, der über ein Brokerkonto verfügt.
Zur Sicherheit vor zu starken Preisschwankungen gibt es das Mittel der so genannten Volatilitätsunterbrechung, bei der der Handel vorübergehend gestoppt wird. Zusätzlich kann die Handelsüberwachungsstelle auch manuell in den Handel eingreifen. Entscheidet man sich für neue Wertpapiere, sind diese automatisch für den Parketthandel und den Handel im Handelssystem Xetra freigeschaltet.
Wer sich für die Börse interessiert und selber mit Geldanlagen und Wertpapieren handeln möchte, sollte sich stets gut über das aktuelle Börsengeschehen informieren. Hat er sein Geld klug angelegt und vorwiegend Gewinne eingefahren, so dass sich die wenigen Verluste auffangen ließen, wird auch er sehr bald die Börse als Stoff seiner Träume bezeichnen.





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